DIN EN ISO 9001 im Metall- und Maschinenbau
Die LZG mbH (Lippstädter Zertifizierungsgesellschaft) berät und zertifiziert mit Sitz in Lippstadt deutschlandweit kleine und mittlere Fertigungsbetriebe nach DIN EN ISO 9001 (kurz: ISO 9001). Typische Anforderungen der Branche sind eine lückenlose Prüfmittelüberwachung, nachvollziehbare Fertigungslenkung und eine belastbare Lieferantenbewertung – wir bauen das QM-System so auf, dass Prüfnachweise aus der Produktion direkt als Normnachweis dienen.

Die DIN EN ISO 9001 unterscheidet nicht nach Branchen – die Anforderungen sind für alle Unternehmen gleich. Wie die Umsetzung im Betrieb aussieht, hängt aber davon ab, was Sie tun. Hier zeigen wir, worauf es in Ihrem Bereich erfahrungsgemäß ankommt.
Ausgangslage
Warum Fertigungsbetriebe zertifizieren
In der Regel treibt der Kunde: Lieferantenaudits, Erstbemusterung oder eine Reklamationsquote, die auffällt. Ein eigenständiger Wunsch nach Zertifizierung ohne konkreten Anlass ist in dieser Branche eher die Ausnahme.
Kunden fordern ein Zertifikat als Bedingung für Rahmenverträge.
Reklamationen lassen sich ohne dokumentierte Prüfschritte nicht eindeutig zuordnen.
Wissen über Rüstvorgänge und Sonderfreigaben ist an einzelne Personen gebunden.
Prüfschwerpunkte
Worauf das Audit in Ihrem Umfeld schaut
Prüfmittelüberwachung
Messmittelliste, Kalibrierintervalle und Nachweise – der häufigste Prüfpunkt im Audit.
Fertigungslenkung
Arbeitspapiere, gültige Zeichnungsstände, Rückverfolgbarkeit von Chargen und Nacharbeit.
Beschaffung
Bewertung von Lieferanten, Wareneingangsprüfung und Umgang mit fehlerhaftem Material.
Erfahrung
Die Lücken, die wir hier am häufigsten finden
Keine Überraschung im Audit, wenn diese Punkte vorher geklärt sind.
- 01
Kalibrierungen sind erfolgt, aber die Nachweise liegen verstreut bei den Maschinen.
- 02
Sonderfreigaben werden mündlich erteilt, ohne Vermerk auf dem Arbeitspapier.
- 03
Nacharbeit wird nicht als Fehler erfasst und verschwindet damit aus der Statistik.
- 04
Alte Zeichnungsstände liegen weiterhin an den Arbeitsplätzen aus.
Diese Punkte klären wir in der Bestandsaufnahme, bevor ein Angebot entsteht — siehe wie die Beratung abläuft und was ISO 9001 kostet. Eine erste Einschätzung liefert der Quick-Check in sechs Fragen.
Vorgehen
Wie wir bei Fertigungsbetrieben vorgehen
Der Rundgang durch die Fertigung ersetzt bei uns den ersten Fragebogen.
Wir sehen uns Arbeitsplätze, Prüfmittel und Arbeitspapiere direkt vor Ort an und sprechen mit den Personen, die sie täglich nutzen. So erkennen wir schnell, welche Nachweise bereits vorhanden, aber nicht zusammengeführt sind.
Danach legen wir gemeinsam fest, welche Prüfschritte dokumentationspflichtig sind und welche nicht – die DIN EN ISO 9001 verlangt keine lückenlose Dokumentation jeder Fertigungsstufe, sondern der Stufen, an denen Qualität entsteht oder geprüft wird.
Vor dem Zertifizierungsaudit prüfen wir mit einem internen Audit, ob Prüfmittelliste, Kalibriernachweise und Lieferantenbewertung vollständig sind. Überwachungsaudits danach konzentrieren wir auf die Bereiche, in denen zuvor Abweichungen festgestellt wurden.
Einordnung
Verwandte Normen im Maschinenbau
Für Automobilzulieferer ist häufig zusätzlich IATF 16949 relevant, ein eigenständiges Regelwerk mit weitergehenden Anforderungen, das auf der DIN EN ISO 9001 aufbaut. Manche Betriebe fragen außerdem nach ISO 14001 für Umweltaspekte oder ISO 50001 für den Energieverbrauch der Fertigung.
Diese Normen behandeln jeweils eigene Themenfelder und verlangen eigene Nachweise; ob sie für Ihren Betrieb relevant sind, hängt von Kundenanforderungen und Branche ab. Wir weisen im Erstgespräch darauf hin, ohne diese Zertifizierungen selbst anzubieten.
Export
Kennzeichnung und Nachweise für den Export
Fertigungsbetriebe, die ins Ausland liefern, benötigen häufig zusätzliche Nachweise zur CE-Kennzeichnung, zu Werkstoffzeugnissen oder zur Herkunft eingesetzter Materialien. Diese Nachweise sind eigenständige Anforderungen, lassen sich aber über dieselbe Rückverfolgbarkeit abbilden, die die DIN EN ISO 9001 ohnehin für Chargen und Prüfschritte verlangt.
Wo Kunden im Ausland zusätzlich eigene Lieferantenaudits durchführen, decken sich deren Fragen in der Praxis meist mit den Prüfschwerpunkten unseres Zertifizierungsaudits: Prüfmittel, Zeichnungsstände und Sonderfreigaben. Ein sauber geführtes QM-System nach DIN EN ISO 9001 erleichtert damit auch diese externen Prüfungen.
Häufige Fragen
Aus dieser Branche
Für Zulieferer mit IATF-Anforderung reicht die DIN EN ISO 9001 allein nicht – dort gilt ein eigenes Regelwerk mit zusätzlichen Anforderungen. Wir sagen Ihnen vorab, welchen Teil wir übernehmen können, und beraten in diesem Fall zur Vorbereitung.
Sie ist ein Schwerpunkt. Erwartet werden eine Liste der Prüfmittel, festgelegte Intervalle, Nachweise der Kalibrierung und eine Regel für den Umgang mit Abweichungen.
Über die Lenkung von Dokumenten: Es muss erkennbar sein, welcher Stand gültig ist und wie veraltete Zeichnungen aus der Fertigung verschwinden.
Nächster Schritt
Klären wir Ihren Fall in einem Gespräch
15 Minuten am Telefon reichen meist, um Aufwand, Ablauf und Kosten für Ihren Betrieb einzuschätzen. Ohne Verkaufsdruck, ohne Vorbereitung.
Montag bis Freitag, 08:00–16:00 Uhr